Post-Sportverein Koblenz e.V.
Segelabteilung
Wasser, Wind und Wellen!
Ostertraining 2008 in Ile des Embiez (Südfrankreich)
Vom 19.03. bis 28.03.2008 lud der Landes-Seglerverband Rheinland-Pfalz zum Trai-ning nach Ile des Embiez ein.

Zehn 420er-, drei Laser-, ein Opti- und eine Europe - Seglerin und Segler fanden sich auf der idyllischen Insel in der Nähe von Toulon ein.

Der Tag begann um 8.00 morgens mit 45 Minuten Frühsport, bei dem sich Klaus Ginter immer etwas Neues einfallen lies. Meist endete das Lauftraining in der Stierkampfarena, wo im Windschatten Dehn- und Kraftübungen sich mit Seilspringen und Konzentrations-übungen abwechselten. Nach dem Frühstück war dann Wassertraining angesagt.

Ein kräftiger, sieben Tage anhaltender Mistral mit 7 bis 10 bft Windstärken, der sich nur zwei Mal nachts beruhigte, machte alle Pläne und Segelträume zu Nichte. Jeden Tag wurde an zwei Schiffen gearbeitet, die eine Sturmböe durcheinander gewirbelt hatte. Die anderen Boote blieben unter ihrer Persenning. Theorie über Regattaregeln, Wetterkunde, Strategie und Regattataktik standen auf dem Stundenplan.

Am 26.März war es dann soweit. Das schönste Geburtstagsgeschenk für Klaus: Der Wind beruhigte sich auf 5 bis 6 bft. Endlich Segeln! Diesen Tag kosteten wir dann auch aus. Der Frühsport fiel aus, um 10.00 Uhr waren alle bereit zum Auslaufen. Drei 420er , drei Laser und die Europe gingen auf das Wasser. Das Opti-Kind blieb im Windschatten der Bucht. Zwei Meter Welle erwartete uns außerhalb der Inselabdeckung - ein echter Konditionstest. Klaus hatte auf dem Motorboot sechs Stunden lang alle Hände voll zu tun. Mit Ausnahme von Markus und Alexander, die vier Fastkenterungen ausstanden, mussten alle übrigen Seglerinnen und Segler - manche sogar mehrfache - nähere Bekanntschaft mit dem Salz-wasser machen. Cosima und Dominik boten die spektakulärste Kenterung: Das Trapez riss und Dominik ……! Während Robert sich einen Laser auslieh und neues Segelgefühl erleb-te, stieg Tobias zwischenzeitlich in den Opti und - träumte von "Alten Zeiten".

Die Seglerinnen aus Hessen, Alina und Sarah, schafften es nach einer Kenterung erst beim dritten Versuch ihr Boot auf zu richten. Robert war schon bereit ins Wasser zu springen. Eine halbe Stunde später revanchierten sich die Mädchen, als bei Robert und Tobias nach 10 Minuten im kalten Wasser die Kraft nach ließ, sie sprangen rein und halfen. Kizette und Yanik mussten erkennen, dass bei diesen Windverhältnissen Gewicht von Vorteil ist.

15:30 Uhr ab in den Hafen. Froh, dass alle wieder ohne Blessuren an Land waren hieß es Boote verpacken und Geburtstagempfang vorbereiten.

Fazit: Die "Schneenachrichten" aus Deutschland haben uns die Sonne genießen lassen. Langeweile kam selten auf. Wettervorhersagen haben wir noch nie so häufig und intensiv verfolgt. Das Segeln war kurz aber heftig. Alle freuen sich auf die Segelsaison 2008!

K. Ginter, 420er Obmann